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Lean Hospital

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Wenn der Funke springt

Erste "Lean Pflegestation" der Schweiz

walkerproject AG (Lean Hospital)

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Zusammenfassung

Das Kantonsspital Baselland hat zusammen mit walkerproject die erste "Lean Pflegestation" der Schweiz realisiert. Über ein Dutzend Pflegeinnovationen wurden eingeführt. Mit der Umsetzung rückt der Patient ins Zentrum. 

Nach der Identifikation von Brennpunkten wurden Lösungsansätze pilotiert, wöchentlich überprüft und weiter entwickelt. Resultat daraus ist zum Bespiel, dass Pflegemitarbeitende heute mit mobilen Pflegewagen und direkt beim Patienten statt im Stationsbüro arbeiten.

Heute plant und strukturiert die Pflege ihren Arbeitsalltag aktiv. Das Projektresultat sind zufriedenere und besser betreute Patienten, sowie hochmotivierte und glückliche Mitarbeitende.

walkerproject AG (Lean Hospital)

Der Kunde

Das Kantonsspital Baselland (KSBL) stellt an drei Standorten die medizinische Versorgung von rund 250'000 Menschen sicher. Neben seiner Funktion als Zentrumsspital engagiert sich das KSBL aktiv in der medizinischen Aus- und Weiterbildung.

Die Projektherausforderung

walkerproject ist der führende Schweizer Anbieter im Bereich „Lean Hospital“. Zusammen mit dem Spitalverband „H+ Die Spitäler der Schweiz“ erkunden wir auf einwöchigen Study Tours die Lean Hospitals in Europa und den USA. Ganz nach dem Motto „Einmal gesehen ist besser als hundertmal gelesen“.
Die Teilnehmenden erfahren „Lean Hospital“ direkt vor Ort: Was bedeutet es, die Organisation und die Abläufe im Spital konsequent auf den Patienten auszurichten? Wie werden die vorhandenen Ressourcen maximal wertschöpfend eingesetzt? Wie greift die interprofessionelle Zusammenarbeit von Pflege, Ärzten und Support optimal ineinander?
Die Begeisterung über das Gesehene ist meist so gross, dass die Teilnehmenden den „Lean-Gedanken“ im eigenen Spital umsetzen möchten. Dabei gibt es kein standardisiertes Vorgehen. Vielmehr definiert walkerproject mit jedem Spital einen eigenen, situationsgerechten Ansatz. Gemeinsam entwickeln wir ein Vorgehensmodell, um Schlüsselpersonen im Spital für die Vision „Lean Hospital“ zu gewinnen. Dabei ist entscheidend, dass rasch Erfolge erzielt werden. 

Die Lösung

Das Kantonsspital Baselland hat in Liestal die erste „Lean Pflegestation“ der Schweiz realisiert. Die Lösungen wurden an mehreren internen Veranstaltungen präsentiert. In nur drei Monaten hat die Station über ein Dutzend Pflegeinnovationen eingeführt. Zum Projektabschluss waren mehrere hundert Mitarbeitende und Kaderleute der Einladung auf einen Rundgang durch die „Lean Pflegestation" gefolgt.
Mit der Umsetzung der „Lean Pflegestation" rückt der Patient ins Zentrum. Die Pflegemitarbeitenden arbeiten mit mobilen Pflegewagen und direkt beim Patienten statt im Stationsbüro. Auf den stündlichen Runden sehen die Pflegenden den Patienten in regelmässigen Abständen. Die Auslastung wird dadurch nivelliert, für die Mitarbeitenden reduziert sich der Stress und die Patienten profitieren von einer höheren Qualität und Sicherheit der Pflegedienstleistung.
Die Mitarbeitenden der Station wenden neue Konzepte und Denkweisen an, die zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags werden. So arbeiten die Pflegenden in Tandems, die nach Pflegezonen gegliedert sind. Das Team trifft sich zwei Mal täglich zu 10-Minuten Meetings und tauscht sich über den Tag an physischen Interaktionspunkten aus. Die Station organisiert ihren Materialbedarf mit dem „2-Kasten"-System, das sie weitgehend von administrativem Aufwand entlastet.
Das KSBL durchlief zusammen mit walkerproject einen intensiven, hoch getakteten Prozess: Zu Beginn identifizierte das Projektteam Brennpunkte, welche die Leistungsfähigkeit der Station beeinträchtigen. Die oben genannten Lösungsansätze wurden anschliessend pilotiert und wöchentlich überprüft und weiter entwickelt. Die Politik der kleinen Schritte erlaubt es, rasch Wirkung zu erzielen. Die Einbettung in ein Gesamtprogramm hilft, die verschiedenen kleinen Erfolge zu umfassenderen Verbesserungen zusammen zu schliessen und sich so Schritt für Schritt in Richtung eines „Lean Hospitals“ zu entwickeln. Ein flankierendes Programm hilft die Erfolge sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und ermöglicht der Initiative sich über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren immer wieder neu zu erfinden.

Die Projektresultate

Solche Vorzeigeprojekte machen Lust auf mehr. Referenzprojekte mit grosser Überzeugungskraft und Wirksamkeit werden sofort realisiert. Der Stolz der an einem solchen Projekt beteiligten Mitarbeitenden überzeugt fünf bis zehn weitere Personen im Haus.
Das Resultat sind zufriedenere und besser betreute Patienten, sowie hochmotivierte und glückliche Mitarbeitende. Die Arbeitsabläufe auf der Station haben sich beruhigt. Heute plant und strukturiert die Pflege ihren Arbeitsalltag aktiv. Die Ärzteschaft ihrerseits hat bereits Interesse angemeldet, die eigenen Arbeitsabläufe zu überdenken und auf den Arbeitsrhythmus der Pflege abzustimmen.