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03.01.2014 Zurück

Gross, grösser, am grössten

Die Entscheidung, ob Booz sich durch PwC kaufen lässt, wurde kurz vor Weihnachten 2013 durch die Partner der amerikanischen Beratungsfirma gutgeheissen. Anlass, sich ein paar Gedanken zu machen, was solche Mega-Beratungen für diejenigen bringen, welche eigentlich stets im Fokus stehen sollten: Die Kunden.

Zugang zu Expertise

Was macht die Mega-Beratungen wie PwC, Deloitte, KPMG, EY, Accenture, etc. aus? Sie können ihren Kunden den Zugang zu einem grossen Pool von Beratern mit einem grossen Spektrum an unterschiedlicher Expertise auf globaler Basis ermöglichen. Das schaffen sie durch ihre schiere Grösse von mehr als 100tausenden von Mitarbeitern auf dem ganzen Globus. Das ist aber noch nicht Beratung.

Individuelle Problemlösungen

Beratung bedeutet die Lösung von kundenindividuellen Herausforderungen mit Hilfe externer Expertise. Dazu ist neben fachlichen und Marktkenntnissen,

  • Kreativität und Flexibilität in der Zusammenarbeit mit Kunden,
  • die Fähigkeit und der Wille, sich mit einem Kundenunternehmen auseinanderzusetzen und
  • passende Herangehensweisen und Problemlösungen vorzuschlagen,

notwendig. Dies sind Anforderungen, die ein Unternehmen als solches nicht erfüllen kann, sondern nur jeweils die individuellen Beraterteams, die bei den Kunden vor Ort auf den Projekten arbeiten.

Die Frage ist deshalb, ob solche industrialisierten, standardisierten Mega-Gebilde der Grossberatungen die Merkmale der Firma und der einzelnen Berater zum Mehrwert der Kunden überhaupt verbinden können.

Grösse & gute Beratung

Die Strategie der Multispezialisten, sich zu immer grösseren, globaleren und notwendigerweise generalistischeren Beratungsanbietern zu entwickeln, stehen den „traditionellen“ Werten guter Beratung tendenziell im Wege.

Wenn die grossen Multispezialisten in Zukunft reüssieren wollen, muss es ihnen gelingen, diese 2 Welten zusammenzubringen. Das heisst, Grösse, Breite und Tiefe des Expertenwissens, resultatorientierte und kundenindividuelle Herangehensweisen und Problemlösungen und bedürfnisorientiertes Projektstaffing in Einklang zu bringen.