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27.11.2013 Zurück

Do-it-yourself-Markt für Beratungsdienstleistungen

Warum braucht jede unternehmerische Herausforderung zur Lösung einen externen Projektmanager plus 2 Berater und 3 Monate Analyse und Konzeption? Gibt es nicht schnellere, effizientere Lösungen? Die Kundenunternehmen von heute brauchen nicht mehr nur das „full service“-Angebot (und können es auch vereinzelt schon bekommen).

Nicht alle Herausforderungen benötigen ressourcenintensive Beratereinsätze

Die unternehmerischen Herausforderungen der Kundenunternehmen sind vielfältig, ebenso wie die Wege, die es zu ihrer Lösung braucht. Manche Kunden benötigen vielleicht nur analytische Daten, um das Problem selbst zu lösen, andere vielleicht nur 60% der analytischen Details, wieder andere nur den Anstoss zur Umsetzung pragmatischer Lösungen.

Problemlösungs-"Bauteile" einkaufen, den Rest selber machen

Für Beratungsunternehmen bedeutet dies die Forderung nach flexibleren Formen der Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Für Kunden wäre ein „Do-it-yourself“-Shop für Beratungsdienstleistungen ideal, wo diese nur die wichtigsten „Bauteile“ der Problemlösung einkaufen und den Rest selber machen können.

Utopie? Wahrscheinlich nicht, denn die Angebote einzelner Beratungsunternehmen gehen bereits in diese Richtung.  Die einen tun dies aus der Erkenntnis, dass neue Services den Kundenbedürfnissen besser entsprechen, die anderen aus der Erkenntnis, dass die Integrationsleistungen für ein „full service“-Angebot mit durchgehender Qualität der einzelnen Komponenten einen hohen internen Aufwand verursachen und gleichzeitig schwer den Kunden differenzierbar zu vermitteln sind.

Erste Anzeichen auf Seiten der Beratungsanbieter erkennbar

Beide Gründe mögen auch verantwortlich sein, für das Aufkommen vollkommen neuer Anbieter, die es schon gar nicht (oder noch nicht) mit dem klassischen Beratungsgeschäft versucht haben und sich auf einzelne Bauteile der Problemlösung fokussiert haben (wie zum Beispiel Datenanalyse und Dateninterpretation).

Gemäss Fiona Czerniawska (sourceforconsulting) scheint Accenture als integrierter Anbieter von Beratungs-, IT- und Outsourcing-Dienstleistungen erste Schritte zu unternehmen, um diese Services wieder zu disintegrieren: „…Instead of the question being about how the different bits of Accenture fit with each other,  it was about how Accenture can be a “holding company” for a portfolio of industry and functionally focused businesses”.

 

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema in unserem Cardea Kompetenzcenter:

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Über die Schwierigkeiten, als klassischer Anbieter von Managementberatung neue Dienstleistungen mit komplett anderen Erlös- und Geschäftsmodellen anzubieten, erzählt Dominic Barton, weltweiter McKinsey-Chef, im Interview mit HBR: „…but when you try new things, it’s amazing the number of people and antibodies that are in the organization that try and kill it, because it’s different, and it’s why are we doing this? And we’re cannibalizing something, this isn’t right– all that sort of stuff”.

Seien es die Kunden, welche neue Dienstleistungen fordern, seien es neue Mitbewerber, welche lukrative Nischen entdecken, oder seien es interne organisatorische Herausforderungen der Beratungsunternehmen selbst, die neue Wege der Zusammenarbeit und Problemlösungen aufkommen lassen, der Anfang ist bereits getan und vielleicht gibt es in absehbarer Zeit noch mehr „Do-it-yourself“-Shops für Beratungsdienstleistungen.