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20.10.2014 Zurück

DACH-Unternehmen hinken in der Auslagerung von Finanzprozessen hinterher

Firmen der DACH-Region zögern, Finanzprozesse auszulagern. Der befürchtete Verlust von Know-how sowie andere Sicherheitsrisiken wiegen zu schwer. Unternehmen mit externen Finanzprozessen zeigen sich mit ihren Erfahrungen jedoch zufrieden.

Das Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants untersucht in einer neuen Studie das Thema Outsourcing von Finanzprozessen. Zu den 201 Studienteilnehmern zählen Chief Financial Officers ebenso wie Leiter von Shared Service Centers. Berücksichtigt werden DACH-Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro, wobei über die Hälfte der teilnehmenden Firmen zwischen 600 und 1‘500 Millionen Euro einnimmt.

Bedenken überwiegen

Ausgangspunkt der Studie ist die Beobachtung, dass angelsächsische Firmen ihre Finanzprozesse vermehrt auslagern. Unternehmen in der DACH-Region folgen dem Beispiel hingegen nur zögerlich. Und dies, obwohl bedeutende Vorteile winken: Über ein Viertel der Befragten erhofft sich von der Auslagerung Kostensenkungen. Gleichzeitig bietet die Auslagerung das perfekte Mittel, um den Mangel an ausgebildeten Finanzfachkräften zu bekämpfen, über den sich jeder Vierte beschwert.
Andererseits drohen bei einer Auslagerung der Finanzprozesse auch Nachteile. 44% respektive 39% der Teilnehmer weisen auf den Verlust von Know-how und diverse Sicherheitsrisiken hin.

Der Status Quo deutet darauf hin, dass die Bedenken überwiegen. Nur 19% aller befragten Unternehmen lagert die Finanzorganisation tatsächlich aus. Doch selbst diese 19% geben das Zepter keineswegs vollständig ab. 57% lagern weniger als einen Drittel ihrer gesamten Finanzorganisation aus und nur 11% lagern mehr als 60% aus. Die Studie bestätigt folglich die eingangs erwähnte Beobachtung, dass DACH-Unternehmen ihre Finanzprozesse nur zu einem geringen Teil an externe Dienstleister abgeben.

Unternehmen sind mit Auslagerung zufrieden

Mutige Firmen, die den Schritt wagen und ihre Finanzprozesse auslagern, zeigen sich mit ihren Erfahrungen mehrheitlich zufrieden. 70% beurteilen ihre Erfahrung als positiv, 24% gar als sehr gut. Vier von fünf Unternehmen sind ihrem Dienstleister denn auch seit mehr als drei Jahren treu. Motivieren diese positiven Erlebnisse andere Unternehmen, den Weg der Auslagerung zu beschreiten? Anscheinend nicht. Nur 16% tragen sich für die nahe Zukunft ernsthaft mit dem Gedanken, Finanzprozesse auszulagern. Der Druck zum Handeln könnte unter anderem fehlen, weil sich nur jede Fünfte mit den Fähigkeiten der hauseigenen Finanzorganisation unzufrieden zeigt.