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20.06.2014 Zurück

„Big Data“ oder „Little Data“?

Business Analytics steht ganz oben auf der Agenda der Führungskräfte in der Schweiz, in Deutschland und Österreich. Die Beratungen haben entsprechende Produkte in petto. Es können jedoch längst nicht alle Unternehmen in gleichem Masse vom neuen Megatrend profitieren. (Bild: morganimation - fotolia.com)

Big Data ist zurzeit das Buzzword schlechthin. Gemäss der Studie Wettbewerbsfaktor Analytics 2014 mangelt es jedoch 64 Prozent der befragten Unternehmen im deutschsprachigen Raum an Kenntnissen, um die Möglichkeiten der Geschäftsdatenanalysen auszuschöpfen.

Berater reiben sich die Hände

Ganz allgemein benötigen zeitgenössische Unternehmen Business-Analytik, um erfolgreich wirtschaften zu können, so die Meinung des Technologiekonzerns IBM. In dasselbe Horn bläst das Marktforschungsunternehmen Gartner und stellt in seinem Magic Quadrant für Business Intelligence und Analytics ganze 38 Business-Intelligence-Anbieter auf den Prüfstand. An Produkten im Bereich Bereich Business Analytics und Intelligence fehlt es genauso wenig: Allein SAS bietet mehr als 25 Produkte an.
Diese immense Auswahl an Beratern und Produkten stellt die Unternehmenskunden vor grosse Herausforderungen, zeigen sich die Analysten von Gartner überzeugt.

Wieso „Big“ nicht unbedingt besser ist

Manche Unternehmen brauchen gar nicht auf den Bandwagon der „Big Data“ aufzuspringen. Schliesslich unterscheiden sich die Unternehmen in ihren Möglichkeiten, Daten zu sammeln und zu verwerten. Die meisten relevanten Daten werden von Konsumenten produziert. Was aber, wenn diese gar nicht zur Verfügung stehen? Man denke an Unternehmen in den Emerging Markets oder im B2B-Umfeld.

Zusätzlich fehlt es manchen Unternehmen schlichtweg an den Fähigkeiten, die angehäuften Daten in sinnvolle Entscheidungsgrundlagen und Erkenntnisse zu übersetzen. „Big Data“ ist nicht nur IT, auch Themen wie Datenschutz, Datensicherheit und -verlässlichkeit sowie Anforderungen an die Organisation, die Prozesse und die Mitarbeiterqualifizierung sind zu beachten.

Die angebotenen Dienstleistungen und Produkte im Bereich Business Intelligence und Analytics sind erdrückend, die versprochenen Effekte beeindruckend. Bevor sich aber ein Unternehmen zu „Big Data“ beraten lässt, sollte es seine Möglichkeiten und Potentiale in der Datensammlung und –auswertung analysieren. Sonst droht die Gefahr, viel Geld in unpassende Lösungen zu stecken.

 

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